P-Konto – Pfändungsschutzkonto

Mit Einführung des Pfändungsschutzkontos haben die Banken und Kreditinstitute automatisch einen pfändungsfreien Grundbetrag in Höhe von 985,15 Euro zu berücksichtigen (Basispfändungsschutz).

Das P-Konto (Pfändungsschutzkonto) ist ein von der Bundesregierung per Gesetz eingeführtes Girokonto mit Pfändungsschutz und gewährleistet jedem Bürger die Eröffnung bzw. Führung eines Girokontos zur Teilnahme am bargeldlosen Zahlungsverkehr.

Das Gesetz zur Reform des Kontopfändungsschutzes wurde am 10. Juli 2009 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und tritt am 01. Juli 2010 in Kraft.

Konto PfändungBisher war ein Girokonto samt dem Guthaben nach Eintreffen einer Pfändung vollständig blockiert, d.h. anfallende Transaktionen des alltäglichen Lebens wie Versicherungsbeiträge, Miete etc. konnten erst dann wieder über das Konto durchgeführt werden, wenn der Schuldner eine gerichtliche Entscheidung über die Freigabe in Höhe des für ihn geltenden Freibetrages erwirkt hat bzw. wenn (unabhängig von pfändungsfreien Geldeingängen).

Beim P-Konto aber wird ein pfändungsfreier Grundbetrag eingerichtet (Basispfändungsschutz). Der Schuldner kann bis zum Ende des Kalendermonats über Guthaben in Höhe von 985,15 Euro verfügen, ohne dass eine Gerichtsentscheidung hierfür erforderlich ist. Verfügt der Schuldner in einem Kalendermonat nicht über den gesamten Grundfreibetrag, wird das noch übrige pfändungsfreie Guthaben im folgenden Kalendermonat zusätzlich zum geschützten Grundbetrag dazugerechnet.

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